Haartransplantation

Täglich verlieren wir 100 bis 120 Haare, wenn aber mehr ausfallen und nicht nachwachsen dünnt das Haar immer mehr aus und es entstehen kahle Stellen. Männer (genetisch bedingt) sind häufiger davon betroffen als Frauen. Durch das Dihydrotestosteron fällt das Haar an ganz bestimmten Stellen aus, jedoch nicht am Hinterkopf, deswegen eignet sich dieses Haar am besten zur freien Transplantation von Eigenhaar (Hairlase-Methode).

Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Vorraussetzung und einzige Erfolgsversprechende Behandlungsmöglichkeit ist, dass der Haarausfall eine andere Ursache hat als der genetische bedingte. Dabei entnimmt der behandelnde Arzt einen Hautstreifen aus dem Haarkranz am Hinterkopf. Die Entnahmestelle am Hinterkopf ist durch das Deckhaar nicht mehr sehbar. Der Hautstreifen wird in kleine Minitransplantate drei-fünf Haarfollikel oder Mikrotransplantate ein-zwei Haarfollikel zerlegt. Diese werden in die kahlen Stellen mit der Schlitz- oder Lochtechnik implantiert. Bei der Transplantation können sich kleine Hautverkrustungen bilden die sich aber von selbst ablösen. Für die Haartransplantation sollten sieben Tagen eingeplant werden. In der Abheilungsphase können zunächst die neu implantierten Haare ausfallen jedoch setzt nach zwei bis drei Monaten ein beständiger Haarwuchs ein. Schwellungen im Stirn- und Augenbereich sowie Gefühlsstörungen im Implantationsgebiet sind relativ häufig, vergehen aber wieder.